Die Landung in Indien fühlt sich anders an als jede andere Ankunft.
Der Flughafen ist groß, die Schilder ungewohnt, der Lärm neu – und du weißt nicht genau, was als Nächstes kommt.
Das ist völlig normal.
Selbst erfahrene Indien-Reisende erinnern sich noch an diese ersten Minuten nach der Landung.
Dieser Artikel führt dich Schritt für Schritt durch alles, was dich erwartet – von der Immigration bis zur ersten Nacht – damit du weißt, was wann passiert und was du auf keinen Fall tun solltest.
Hast du deinen Ankunftstag schon geplant?
Vom Flughafen direkt ins Hotel, mit einem verifizierten Fahrer, der bereits auf dich wartet. Wir planen deinen Ankunftstag in Indien so, dass du nach dem langen Flug entspannt ankommst. Sag uns einfach, wann und wo du landest, und wir kümmern uns um den Rest.
An welchem Flughafen landest du?
Für die meisten deutschen Indien-Reisenden ist die Antwort Delhi oder Mumbai.
Indira Gandhi International Airport Delhi (DEL) ist der Haupteintrittspunkt für Rajasthan, das Goldene Dreieck und ganz Nordindien.
Terminal 3 (T3) ist das internationale Terminal – modern, gut ausgeschildert und für einen indischen Flughafen überraschend reibungslos organisiert.
Chhatrapati Shivaji Maharaj International Airport Mumbai (BOM) ist der übliche Startpunkt für Westindien, Goa oder Touren, die im Süden beginnen.
Terminal 2 (T2) ist das internationale Terminal.
Beide Flughäfen sind groß, gut strukturiert und deutlich besser als ihr Ruf. Du wirst dich nicht verlaufen.
Vom Flugzeug zur Einreisekontrolle
Sobald du das Flugzeug verlässt, folgst du einfach den Schildern Richtung „Immigration“ oder „Passport Control“. Du musst nichts Besonderes tun – nur der Masse folgen.
In manchen Terminals gibt es Busse zwischen Flugzeug und Gebäude. Das ist normal und kein Zeichen, dass etwas nicht stimmt.
Ankunftskarte – brauchst du die noch?
Delhi und Mumbai haben die Papier-Ankunftskarte größtenteils auf digitale Kioske umgestellt.
Falls du im Flugzeug noch eine Papierkarte bekommst, füll sie aus mit: Name, Passnummer, Adresse in Indien (der Hotelname reicht), Herkunftsflughafen. Wenn du keine bekommst, ist das auch kein Problem.
Die Immigration – Schritt für Schritt
Das ist der Moment, den die meisten etwas nervös macht. Dabei ist er unkomplizierter als gedacht.
Was du brauchst:
- Reisepass – gültig für mindestens 6 Monate nach dem Einreisedatum
- e-Visa-Bestätigungsmail – ausgedruckt oder auf dem Smartphone
- Ankunftskarte, falls ausgegeben
So läuft es am Schalter ab
- Stelle dich in die Schlange für „Foreign Nationals“ oder „e-Visa“
- Zeige Reisepass und e-Visa-Bestätigung vor
- Der Beamte scannt deinen Pass
- Biometrische Erfassung: Fingerabdrücke beider Hände und ein Foto – das dauert etwa 1 Minute
- Einreisestempel – fertig
Drucke die e-Visa-Bestätigung aus, auch wenn es theoretisch digital geht.
Bei technischen Problemen am Schalter bist du sonst von der Geduld des Beamten abhängig – das brauchst du nicht.
Wie lange dauert die Immigration?
In Stoßzeiten – oft früh morgens, wenn mehrere Langstreckenflüge gleichzeitig ankommen – kann es 30–60 Minuten dauern. Plan das unbedingt in deine Weiterfahrt ein.
In ruhigen Zeiten bist du in 15–20 Minuten durch.
⚠️ Falls du Fragen zum Einreisezweck bekommst: Antworte ruhig und klar. „Tourism“ reicht als Antwort vollständig aus.
Gepäckausgabe – was du wissen musst
Nach der Immigration gehst du zur Gepäckausgabe.
Auf den Anzeigetafeln siehst du, welches Laufband für deinen Flug zugewiesen ist.
Was wenn dein Gepäck nicht kommt?
Geh sofort zum Schalter der Airline in der Gepäckhalle – noch bevor du das Terminal verlässt. Dort gibst du eine Property Irregularity Report (PIR) auf.
Das klingt bürokratisch – ist aber Routine und löst sich fast immer innerhalb von 24–48 Stunden auf.
Behalte deinen Gepäckanhänger-Sticker, den du beim Einchecken bekommen hast – den brauchst du für die Reklamation.
Gepäckträger am Flughafen
Es gibt offizielle Gepäckträger in gelben Uniformen.
Du musst sie nicht nutzen.
Falls doch: 50–100 INR pro Koffer sind üblich.
Kläre vorher, wohin sie das Gepäck bringen sollen.
Durch den Zoll – meistens in 2 Minuten
Nach der Gepäckausgabe kommst du zum Zoll.
Grüner Kanal: Nichts zu deklarieren – das ist der Normalfall für Touristen. Geh einfach durch.
Roter Kanal: Wenn du Waren über 50.000 INR (ca. 550 Euro), Alkohol über dem Limit oder Bargeld über 5.000 USD mitbringst. Central Board of Indirect Taxes and Customs listet alle aktuellen Grenzen.
Laptop, Kamera und Handy zählen problemlos zum persönlichen Gebrauch – kein Thema.
Professionelles Filmequipment oder Drohnen solltest du vorab prüfen – da gibt es Besonderheiten.
Soll dich ein geprüfter Fahrer vom Flughafen abholen?
Ein Fahrer, der deinen Namen auf einem Schild hält, sobald du das Terminal verlässt, macht den Start in Indien deutlich entspannter. Wir organisieren deinen privaten Flughafentransfer zu einem transparenten Festpreis, ohne versteckte Kosten oder unangenehme Überraschungen.
Vom Terminal nach draußen – Taxi, Fahrer, Apps
Das ist der Moment, in dem die meisten Fehler passieren.
Direkt hinter den Ausgangstüren warten Menschen, die dir ein Taxi anbieten. Nimm diese Angebote nicht an.
Variante 1: Prepaid-Taxi-Schalter (empfohlen)
In jedem indischen Flughafen gibt es offizielle Prepaid-Taxi-Schalter im Ankunftsbereich.
Du zahlst einen Festpreis, bekommst eine Quittung und der Fahrer wird dir zugeteilt.
Kein Verhandeln, kein Preisschock am Ende der Fahrt.
| Strecke | Ungefährer Festpreis |
|---|---|
| Delhi Flughafen → Connaught Place | 400–550 INR |
| Delhi Flughafen → Karol Bagh | 350–450 INR |
| Mumbai Flughafen → Colaba | 600–750 INR |
| Mumbai Flughafen → Bandra | 400–500 INR |
| Strecke | Delhi Flughafen → Connaught Place |
|---|---|
| Festpreis | 400–550 INR |
| Strecke | Delhi Flughafen → Karol Bagh |
|---|---|
| Festpreis | 350–450 INR |
| Strecke | Mumbai Flughafen → Colaba |
|---|---|
| Festpreis | 600–750 INR |
| Strecke | Mumbai Flughafen → Bandra |
|---|---|
| Festpreis | 400–500 INR |
Variante 2: Ola oder Uber
Ola und Uber sind an den meisten großen indischen Flughäfen verfügbar.
Aber: Du brauchst eine funktionierende SIM-Karte mit Mobilfunkdaten, um die App zu nutzen.
Wenn du noch keine SIM hast, funktioniert das nicht.
Variante 3: Vorgebuchter Fahrer (die stressfreiste Option)
Wenn dein Reiseveranstalter einen Fahrer für dich organisiert hat, hält dieser ein Schild mit deinem Namen in der Ankunftshalle.
Wenn du ihn nicht sofort findest: Ruf die Nummer an, die dir dein Veranstalter mitgegeben hat.
Frag keinen Fremden am Flughafen um Hilfe beim Suchen.
Geld wechseln am Flughafen – was wirklich sinnvoll ist
Du brauchst Bargeld ab der ersten Minute – für den Gepäckträger, Trinkgeld und kleine Dinge.
ATM oder Wechselstube?
| Option | Wechselkurs | Empfehlung |
|---|---|---|
| ATM am Flughafen (Visa/Mastercard) | Gut, nahe Interbankkurs | Beste Option für den ersten Betrag |
| Flughafen-Wechselstube | Schlechter als ATM | Nur als Notfalloption |
| Wechsler in der Stadtmitte | Oft etwas besser | Für größere Beträge am Folgetag |
Hol am Flughafen-ATM einen kleinen Betrag – 3.000 bis 5.000 INR sind für den ersten Abend und die erste Nacht mehr als genug.
Größere Beträge tauschst du besser in der Stadt.
Wichtig: Informiere deine Bank vor der Abreise über deinen Indien-Aufenthalt. Viele Banken blockieren Auslandsabhebungen automatisch als Sicherheitsmaßnahme – das kann sehr unangenehm sein, wenn du direkt am Flughafen vor einem gesperrten ATM stehst.
⚠️ Achtung: Lass dich nicht von Leuten ansprechen, die dir „bessere Wechselkurse“ anbieten. Nutz ausschließlich offizielle ATMs und ausgewiesene Wechselstuben.
SIM-Karte kaufen – wann und wo
Das ist wichtiger als die meisten denken.
Ohne SIM-Karte hast du kein mobiles Internet.
Ohne mobiles Internet funktionieren Ola, Uber, Google Maps und alle anderen Apps nicht.
Hol die SIM-Karte so früh wie möglich – am besten noch am Flughafen.
Wo findest du den SIM-Schalter?
In Delhi und Mumbai gibt es SIM-Schalter von Airtel und Jio direkt in der Ankunftshalle.
Sie sind manchmal etwas versteckt – frag bei der Flughafen-Information oder folge den Hinweisschildern.
Was du zum Kauf brauchst
- Reisepass (Original)
- Ein Passfoto – manche Anbieter machen es auch mit dem eigenen Handy
- Bargeld in INR – ein Monatspaket kostet typischerweise 500–700 INR
Airtel oder Jio?
Beide sind zuverlässig und weit verbreitet.
Airtel hat die bessere Netzabdeckung in ländlichen Regionen und auf Reiserouten abseits der Hauptstädte.
Jio ist etwas günstiger und bietet oft mehr Daten für den Preis.
Für eine Indien-Rundreise durch Rajasthan, Kerala oder Nordindien empfehle ich Airtel.
Die Aktivierung dauert manchmal länger
Das ist der Punkt, den viele nicht einplanen: Die SIM kann 2–4 Stunden brauchen, bis sie aktiv ist.
Manche Karten funktionieren sofort, manche erst Stunden später.
Verlass dich in der Zwischenzeit nicht auf mobiles Internet und hab einen Plan B für deinen Transfer.
Was du in den ersten 24 Stunden tun solltest
Du bist angekommen, eingecheckt, die ersten Eindrücke sitzen.
Jetzt ist der richtige Moment für ein paar praktische Dinge – und für ein bisschen Ruhe.
Checkliste für die ersten 24 Stunden
Mein Rat
Gehe am Ankunftstag nicht sofort auf eine lange Sightseeingtour. Genieße einen ruhigen ersten Abend, trinke ausreichend Wasser, iss leicht und schlafe gut. Indien wartet auch morgen noch auf dich.
Deutsche Botschaft in Indien
Speichere diese Nummer, bevor du sie brauchst: Die Deutsche Botschaft Neu-Delhi ist im Notfall dein erster Ansprechpartner bei Passverlust, medizinischen Notfällen oder rechtlichen Problemen.
Die häufigsten Fehler direkt nach der Landung
❌ Inoffizielle Taxifahrer nehmen Der Mann, der dich direkt hinter dem Ausgang anspricht, ist kein offizieller Fahrer. Geh nur zum Prepaid-Schalter oder zum vorgebuchten Fahrer.
❌ Zu viel Bargeld auf einmal am Flughafen tauschen Du brauchst am Flughafen keine 200 Euro in bar. 3.000–5.000 INR reichen für den ersten Abend. Den Rest tauschst du zu besseren Kursen in der Stadt.
❌ Die Bank nicht vorab informiert haben Wenn deine Karte beim ersten ATM blockiert wird, liegst du am Flughafen ohne Bargeld. Ruf deine Bank noch vor der Abreise an.
❌ Kein Passfoto dabei Für die SIM-Karte brauchst du manchmal ein Foto. Nimm zwei, drei kleine Passfotos mit – das kostet nichts und spart Wartezeit.
❌ e-Visa nicht ausgedruckt Digital funktioniert meistens. Bei Akkuproblemen oder technischen Pannen am Schalter bist du froh über den Papierausdruck.
❌ Den ersten Fremden um Hilfe bitten Am Flughafen-Ausgang gibt es Menschen, die „helfen“ wollen – beim Taxi, beim Geldwechsel, bei der SIM-Karte. Das ist fast immer ein Trick. Nutz offizielle Schalter und Schilder.
Du hast deine Indien-Reise noch nicht gebucht und möchtest, dass alles vom ersten Moment an stimmt?
In einem kostenlosen Beratungsgespräch planen wir gemeinsam deine Ankunft, deinen Flughafentransfer und die ersten Tage deiner Reise. So landest du entspannt in Indien, vermeidest typische Anfängerfehler und triffst von Anfang an die richtigen Entscheidungen.
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